Was für ein Wochenende für den TTC Oggersheim. Vier Mannschaften mussten auswärts ran. Die erste und zweite Mannschaft jeweils zweimal aufgrund eines Doppelspieltags und am Ende gab es sechs Niederlagen in sechs Spielen. Das hatte man sich definitiv anders vorgestellt.

Speziell unsere 1. Mannschaft hatte sich deutlich mehr Chancen ausgerechnet, aber auch unsere 2. Mannschaft wollte speziell am Samstag Punkte einfahren.

Die Spieler unserer 1.Mannschaft in Birkannsweiler und Hohberg

Gut ist definitiv anders. Samstags ging es auf die weite Auswärtsfahrt nach Birkannsweiler und unsere Jungs hatten hier schon die Erwartung, dass man hier was mitnehmen kann, wenn es nicht so schlecht läuft. Obwohl der Punkt 2 der Heimmannschaft Josip Huzjak spontan fehlte (böse Zungen behaupten, er hat abgeklemmt, da er hätte zwei Spiele verlieren können), war dies für unsere Jungs eigentlich ein klarer Nachteil. Denn Francesco kann mit seinen Legonoppen gegen beide Abwehrspieler vorne gewinnen und speziell Sascha hätte gegen den jungen Martin Sejdijevic aus der Vorrunde nach einer unglücklichen 5-Satz-Niederlage noch etwas gutzumachen gehabt. Durch den Ersatzspieler Boris Brnovic mit den kurzen Noppen und einem sehr ekelhaften Spiel war klar, dass von Sascha schon mal eine Niederlage sicher ist.

Nach den Doppeln stand es 1:1. Kevin/Sascha kamen gar nicht mit dem Ball zurecht und hatten überhaupt keine Chance gegen Sejdijevic/Fiser. Kesha/Francesco konnten ihr Doppel gegen Peng/Brnovic gewinnen. Kesha überzeugte mal wieder mit einer sehr starken Leistung, indem er Sejdijevic regelrecht vorführte und auch gegen Gao Peng mit einem klaren 3:0 nichts anbrennen ließ und sich für die ärgerliche Niederlage der letzten Saison revanchierte. Francesco hatte in der letzten Runde noch gegen Gao Peng gewonnen, musste sich diesmal aber knapp in 5 Sätzen geschlagen geben. Auch gegen Sejdijevic musste er am Ende nach 2:1-Satzführung die Segel streichen, da Sejdijevic umso länger das Spiel ging, immer stärker wurde und fast keine Fehler mehr machte. Er stellte sich auf Francescos Aufschläge ein und mit seiner starken Vorhand gab es nur Raketen.

Kevin, stark eingeschränkt mit Schmerzen am Fuß, konnte in beiden Spielen nichts entgegensetzen, und auch die Probleme mit dem Ball und den Tischen machten die Sache nicht einfacher für ihn. Gleiches Bild bei Sascha. Dass er gegen den Noppenspieler Brnovic keine Chance hat, war klar. Gegen Fiser holte er zwar einen Satz, aber auch hier war er ganz weit weg von einem Sieg und hatte sehr mit dem Ball und den Tischen zu kämpfen.

Eine verdiente Niederlage für unsere Jungs gegen eine sehr sympathische Truppe aus Birkmannsweiler! Man hätte gerne mehr erreicht, aber an diesem Tag und mit dieser Aufstellung sollte es nicht sein.

Neuer Tag neues Glück am Sonntag

Am Sonntag gegen Hohberg mussten Punkte her, aber auch hier erwischten unsere Jungs einen unfassbar schlechten Tag. Dass ein Spiel von Sascha gegen den Noppenspieler Bußhardt wieder definitiv weggeht, war klar – aber alles andere musste man spielen. Schon bei den Doppeln merkte man, dass es an diesem Tag nicht sein sollte. Kevin konnte dank Schmerzmitteln normal spielen und im Doppel mit Sascha sah es gegen Neumaier/Schmitt auch sehr gut aus. An diesem Tag war der Tischtennisgott aber Hohberg-Fan. Spielentscheidend war hier der 3. Satz, den die Hohberger nach 6 Netz-/Kantenbällen beim Stand von 1:1 in Sätzen gewinnen konnten. Bei einer 2:1-Führung hätten Kevin/Sascha das Ding eventuell gezogen. Überraschend die Niederlage von Kesha/Francesco gegen Schaufler/Bußhardt. Wobei man hier sagen muss, dass speziell Schaufler ein extrem starker Doppelspieler ist und eine unfassbar starke Leistung gezeigt hat. Es war ein knappes Spiel, aber am Ende mussten unsere Jungs leider den Kürzeren ziehen.

Kesha konnte wieder mal 2 Einzelsiege einfahren und mal wieder beweisen, dass er einer der besten Spieler in dieser Liga ist. Dem jungen Schmitt erteilte er eine böse Lehrstunde und gegen Neumaier musste er kämpfen und in den 5. Satz, den er dann aber klar mit 11:4 gewinnen konnte. Francesco wusste, dass es gegen Neumaier in Hohberg schwer wird. Er agierte sehr aggressiv und war auch mit 2:1 Sätzen in Führung. Neumaier kam aber immer besser ins Spiel und konnte sich am Ende dann auch verdient mit 3:2 durchsetzen. Gegen den jungen Schmitt hatte er im 1.Satz viel Glück und eventuell war dieser Satz spielentscheident, da Francesco danach nichts mehr anbrennen lies und das Ding mit 3:0 nach Hause brachte.

Sascha hatte wie erwartet als offiziell schlechtester Spieler Deutschlands gegen Noppen/Antitop gegen Bußhardt nichts auszusetzen, und man sah ihm an, dass er es auch gar nicht erst wirklich probieren wollte. Auch gegen Schaufler war nicht wirklich etwas drin, und er spielte wieder sehr schwach und verkrampft und konnte mit dem Ball und den Tischen auch gar nichts anfangen. Bei Kevin hatte man gehofft, dass er gegen Bußhardt wie schon in der letzten Saison einen Sieg einfahren kann, da er gegen Materialspieler eigentlich sehr gut kann, aber wie auch schon am Vortag kam er überhaupt nicht mit dem Ball und den Tischen zurecht und hatte trotz Satzgewinn eigentlich keine Chance. Ähnliches Spiel gegen Schaufler, der ganz klar ein sehr guter Spieler mit viel Gefühl ist, aber auch hier fand Kevin niemals annähernd zu seinem gewohnten Spiel.

Dass Hohberg als verdienter Gewinner aus diesem Spiel hervorgeht, steht nicht zur Diskussion, sie waren das bessere Team. Ein ganz verdienter Sieg, auch wenn in zahlreichen Situationen das Glück durchgehend auf der Seite der Hohberger war. Zahlreiche fragwürdige Entscheidungen und Diskussionen zu unserem Nachteil, bei denen man nur den Kopf schütteln konnte, sowie eine sehr laute Halle durch das ständige Gerede der Zuschauer, Klatschen bei KAnten/Netzbällen machten es an diesem Tag nicht einfacher. Gut, man muss fairerweise auch erwähnen, dass unser Noppenguru Francesco zwischenzeitlich wieder mehrmals zur psychologischen Kriegsführung überging und die Grenzen sowie die Geduld einiger Beteiligter austestete, was verständlicherweise nicht bei allen gut ankam.

Am Ende des Wochenendes stehen zwei 3:7-Niederlagen auf dem Zettel. Sascha ist im Kopf schon wieder völlig fertig, da er schon wieder drei Noppenspieler in dieser kurzen Saison hatte, und freut sich auf die Sonne in Dubai und endlich wieder nach Hause zu kommen. Kevin musste zusammen mit Sascha wieder mal feststellen, dass es auswärts mit anderen Bällen und Tischen einfach ein komplett anderes Spiel ist und man sich in Zukunft anders auf solche Spiele vorbereiten muss. Kesha ist eine Bank und einfach eine litauische Maschine. Und Francesco verliert aktuell die knappen Spiele, die er letzte Saison noch gewonnen hat. Unsere Jungs haben einfach große Probleme mit der Umstellung auf andere Bälle/Tische.  Das sind die harten Fakten, welche dieser Doppelspieltag allen gezeigt hat.

Ausblick auf die nächsten Spiele

Sascha will eigentlich pausieren und schauen, wie er es schafft, in Zukunft irgendwie öfter in Deutschland zu sein, um zu trainieren und wieder ein gutes Level zu erreichen. Gerüchten zufolge soll ein Masterplan ausgearbeitet werden. Kevin will einiges umstellen, um den großen Nachteil bei den Auswärtsspielen zu reduzieren – was ja Sinn macht. Wie gut, dass unsere Nummer 1 Panagiotis Gionis noch einige Male in der Vorrunde zum Schläger greift, was die Sache dann etwas einfacher macht. Bis Kevin und Sascha halbwegs fit sind, ist das aktuell auch dringend nötig. Dass sich unsere Gegner nicht darauf einstellen können, werden wir in dieser Saison nicht vorab bekanntgeben, wann Gionis spielt. Wir können so viel sagen: Er wird sehr viele Heimspiele bestreiten, aber auch Auswärtsspiele sind geplant.

Vereinzelte Videos von beiden Spielen findet ihr in der kommenden Woche wie immer auf unserem YouTube-Kanal!

Die Spieler unserer 2.Mannschaft gegen Colgenstein und Edenkoben

Das Spiel am Samstag sollte eigentlich ein Heimspiel sein, doch aufgrund von Wahlen in Ludwigshafen mussten unsere Jungs nach einer Ersatzhalle suchen – und die Wahl fiel auf Mutterstadt. Der Heimvorteil war damit direkt mal weg.

Die Doppel fingen ebenfalls nicht wirklich wie geplant an. Pascal/Maxi mussten eine überraschende Niederlage gegen Stumpf/Eichholdtz einstecken. 11:13 im fünften Satz war denkbar knapp und definitiv eine Überraschung. Auch Frank/Moritz mussten sich mit 1:3 in Sätzen gegen Scholz/Ruby geschlagen geben. Überraschend dagegen der Sieg von Ludwig/Alameen gegen Buchert/Czech. Da soll noch einer sagen, dass unser Ludwig nicht auch Doppel spielen kann. :)

Der Knackpunkt an diesem Tag war ganz klar das 0:4 vorne. Unser Routinier Frank musste zwei Niederlagen im fünften Satz gegen Ruby und Scholz hinnehmen , das war schon ärgerlich und so nicht unbedingt eingeplant. Nicht viel besser erging es Maxi, der sich im ersten Spiel gegen Ruby ebenfalls im fünften geschlagen geben musste und im zweiten Spiel 1:3 gegen Scholz verlor.

Ohne überheblich zu klingen, waren von Pascal in der Mitte zwei Siege eingeplant und die setzte er auch in die Tat um. Sein Spiel gegen Stumpf war allerdings eine ganz heiße Kiste: Nach klarer 2:0-Satzführung lag er im fünften Satz bereits 2:6 hinten, konnte das Spiel aber doch noch drehen. Gegen Buchert ließ er nichts anbrennen und gewann klar 3:0 in Sätzen. Moritz hatte gegen Stumpf gar keine Probleme und fertigte ihn im Schnelldurchgang ab. Gegen Buchert musste er sich dann allerdings mit 2:3 in Sätzen geschlagen geben,  das war so nicht unbedingt eingeplant.

Der Lichtblick hinten an diesem Tag war unser Ludwig. Im Doppel schon einen Punkt geholt, konnte er auch im Einzel mit zwei Siegen glänzen: Gegen Czech gewann er 3:2, knapp mit 11:9 im fünften Satz, und gegen Eichholdtz ließ er mit einem klaren 3:1 nichts anbrennen. Super Leistung! Auch Bara konnte in seinem ersten Spiel in der Verbandsoberliga zeigen, dass er mithalten kann, musste sich am Ende aber dennoch in beiden Spielen geschlagen geben.

Eine ärgerliche Niederlage und zu Hause in Oggersheim wäre das wohl etwas anders gelaufen. Am Ende bringt das nichts und man muss diese Spiel probieren so schnell es geht abzuhaken.

Sonntag: Als klarer Außenseiter ins Spiel

Ohne Frank und beim absoluten Topfavoriten auf den Aufstieg Edenkoben war die Erwartungshaltung natürlich sehr gering. Aber da Edenkoben selbst ohne zwei Stammspieler antrat, keimte ein kleiner Hoffnungsschimmer auf, der jedoch schnell erlosch. Wieder ein 1:2 aus den Doppeln, was den Start nicht einfacher machte.

Pascal/Maxi mussten sich wie schon am Vortag im fünften Satz, diesmal gegen Trattnig/Kröger, ganz knapp geschlagen geben. Bei Moritz/Erik war gegen Gäßler/Kraft nichts zu holen. Den einzigen Punkt holten Ludwig/Bara gegen Reuther/Krueziu.

Vorne ging nicht viel, leider wie am Samstag wieder ein 0:4, wobei diesmal unser Capitano Pascal vorne spielen durfte. Gegen den Abwehrspezialisten Gäßler waren unsere Jungs beide ohne Chance. Gegen das Megatalent Kraft sah es besser aus: Pascal musste sich nach 2:1-Satzführung nur knapp geschlagen geben, und bei Maxi wäre mehr drin gewesen, hätte er vielleicht den vierten Satz gewonnen. Ärgerlich, aber man muss es am Ende so akzeptieren.

In der Mitte musste sich Moritz unfassbar knapp gegen Reuther mit 11:13 im fünften Satz geschlagen geben,  da war mehr drin, wirklich schade. Ludwig durfte ebenfalls in der Mitte ran, musste sich aber nach einer guten Leistung am Ende 1:3 gegen Trattnig geschlagen geben.

Hinten konnte unser Youngster Erik mit einem 3:1-Sieg gegen Krueziu überzeugen. Er ist sicherlich erster Ansprechpartner, wenn mal wieder Not am Mann ist. Bara hatte auch am Sonntag kein Glück und musste sich gegen Kröger mit 2:3 Sätzen geschlagen geben.

Am Ende eine klare Niederlage, die sie aber aufgrund des Spielverlaufs auch voll in Ordnung geht. Klar 1-2 Punkte mehr wären drin gewesen, aber ein Sieg gegen den klaren Favoriten war hier einfach nicht drin. Edenkoben bleibt einfach der Angstgegner unserer Jungs, zumindest wenn das Spiel in deren Halle ausgetragen wird.